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EXIL
MUSIK presents artists from around the world

EXIL
Musik, Label und Musikverlag der Dissidenten,
wurde 1983 gegründet und 1994 auch für andere
Künstler (z.B. Rimitti, Geoffrey Oryema, Africando,
Miriam Makeba und Wagner Pá geöffnet. Seit vielen
Jahren operiert EXIL im globalen Netzwerk, unter anderem
als deutscher Partner der Labels PUTUMAYO WORLD MUSIC, CUMBANCHA,
SIX DEGREES Records und BLUE JACKEL ENTERTAINMENT /// EXIL
Musik is an independent record label and music publisher
founded in 1983 and still owned by Dissidenten.
In 1994 Exil began to release selected albums by international
artists such as Rimitti, Geoffrey Oryema, Miriam Makeba
or Africando. EXIL is also the german partner for jazz-
and worldmusic labels PUTUMAYO WORLD MUSIC, CUMBANCHA, SIX
DEGREES Records, and BLUE JACKEL ENTERTAINMENT.
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EXIL Neuheiten & Neuigkeiten
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Novalima
01.08.2010 Würzburg - Hafensommer
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Putumayo presents: Rock & Roll Playground

Der Sound von “Around The Clock” für Kids
(16.07.2010)
Wer am 12. April 1954 auf die Welt kam, hat einen berühmten Zwilling: den Rock’ n Roll! Viele der damals Geborenen, die mit dem wilden Tanz aufgewachsen sind, haben dank Shake, Rattle and Roll bis heute das Kind in sich lebendig gehalten. Inzwischen bevölkern zwei neue Generationen den Planeten, doch Putumayo hat entdeckt, wie jung der Rock’n’Roll, dieses 56jährige Geburtstagskind geblieben ist: Ein ganzes Dutzend Künstler, darunter Koryphäen wie Neuentdeckungen, zeigt den Kids nach der kürzlich eröffneten Jazz-Spielwiese nun auch die Faszination der wilden Fünfziger, und beschwört zugleich in Eltern und Großeltern die Erinnerung an eine fantastische Zeit herauf. Bill Harley macht wie sein fast gleich lautender Namensvetter Morgenmuffel Feuer unter dem Hintern, Brady Rymer berichtet vom hüpfenden Tierreich voller Kängurus und Heuschrecken, Peter Himmelman erzählt von einem Kleinkind, das einen riesigen Lastwagen fährt und einen Jumbojet lenkt. Als Blueser auf dem Rock’n’Roll-Parkett macht Taj Mahal mit Linda Tillery eine gute Figur, Playground-Vertrauter Dan Zanes huldigt dem Rock’n’Roll-Derivat Twist, Charity verrockt mit ihrer JAMBand “Row Row Row Your Boat”. Auch Rhythm Child nehmen sich mit „Oh Susanna“ eines weltweit bekannten Klassikers an und die Texanerin Rosie Flores frönt dem Rockabilly. Auf einen fliegenden Rock-Teppich lädt Uncle Rock ein, Melissa Green lässt an der Bushaltestelle das Tanzbein schwingen. Und die fünf Papas von Starfish geben eine Geographiestunde,während Roger Day ruft mit „Dream Big!“ zur Realisierung der Kinderträume aufruft. |
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La Caravane Passe:
Ahora In Da Futur
Wilde
Balkan-Cybernauten aus Paris
(25.06.2010)
Schon mal was von dem Ort Plèchti gehört?
Nein? Dem Missstand kann abgeholfen werden. Eine neue musikalische
Karawane zieht in unsere Hörgänge ein und schlägt
dort mit viel Brimborium ihre Zelte auf: Fetzen aus Französisch,
Serbisch, Spanisch, Jiddisch und Englisch hört man da, ein
turbulentes Gemisch, ganz wie die Musik dieser fünf Verrückten
aus dem Pariser Untergrund, die seit 1999 die europäischen
Tanzbretter aufheizen. Gypsy Roots vom Balkan und aus dem Mediterranen
verzahnen sich in ihrem Nomaden-Unternehmen mit Ska und Chanson,
ein wenig Punk-Attitüde, Roadmovie-Gitarren und Electro-Disco-Rock
würzen nach. Voilà - und fertig ist das imaginäre
Dorf Plèchti, das sich dank La Caravane Passe auf Ahora In
Da Futur als Modellsiedlung für die Zukunft erweist!
Mit nonchalanter, oftmals fast gesprochener Ironie führt Toma
Feterman durch die Texte, lässt sein pluckerndes Banjo glucksen
und feuert seine Trompete mit wunderbarem Pathos an. Olivier "Llugs"
Llugany steuert katalanische Seele anhand seiner Künste auf
dem Fiscorn und der Bassposaune bei, Cyril "Zinzin" Moret
verstärkt die Blasfraktion mit seinen feurigen Saxophonen.
Kontrabasser Ben Body, in dem nordafrikanisches Blut fließt
und Drummer Pat Gigon, der noch von seiner Energie als Ex-Rugbyspieler
zehren kann, sorgen für ein wild pulsierendes Fundament.
Blinde Passagiere in Gestalt von Gastprominenz sind an Bord auch
auszumachen: Maghreb-Haudegen RACHID TAHA hat sich genauso eingefunden
wie die Balkan-Nachwuchsdiva ERIKA SERRE. Und mit dem ZIVELI ORKESTAR
sowie dem jungen Trompeten-Champ MARKO MARKOVIC pusten viele frische
Lungen aus der Serbenfraktion mit.
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Luísa Maita: Lero-Lero
Intime
Samba-Updates aus São Paulo
(18.06.2010)
Ein neues Talent aus São Paulos kreativem
Laboratorium, das uns schon mit Céu, Cibelle und Mônica
Salmaso überrascht hat. Luísa Maita aus dem Vielvölker-Barrio
Bexiga verzaubert mit intimem, swingendem Samba-Flair und leichtfüßigem
Songwriting. Eingewoben in ihr Großstadt-Tagebuch sind exotische
brasilianische Stile wie der Baião aus dem Nordosten, Capoeira-Rhythmen
und Inspirationen von João Gilberto bis João Bosco.
Dazu treten ihre Vorlieben für die Vocals von Billie Holiday
und die Coolness eines Chet Baker sowie gemächliche Electronica-Tupfer.
Für ihre Debüt-CD Lero-Lero sicherte sie sich einige der
angesagtesten Leute der Neo-Sambista-Szene von S.P., allen voran
die beiden Produzenten Paul Lepetit und Rodrigo Campos, die mit
Bass, Programming, Gitarre, Ukulele und Percussion den Kern der
Band bilden. Exquisite Gastmusiker, unter ihnen Sangeskollegin Mariana
Aydar oder Chico César-Partner Swami Jr. bereichern die Textur.
Lero-Lero spiegelt das urbane Leben in São Paulo wider, berichtet
von Alltaggeschichten aus den Arbeitervierteln, erzählt vom
Zusammenhalt der Community, von verliebten Drogendealern, von der
Schönheit hinter den grauen Mauern. Mit elf eleganten Elektroniksamba-Perlen
verzaubert die junge Paulista, die schon bald auf Augenhöhe
mit ihrer Stadtschwester Céu singen könnte.
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Putumayo presents: South
Africa
Klingender
Kosmos der Regenbogen-Nation
(14.05.2010)
Südafrikas Geschichte ist in den letzten 50 Jahren
von einem Soundtrack begleitet worden, der auch mit international
klangvollen Namen gespickt war: Solomon Lindas "Mbube", Miriam Makebas
"Pata Pata" und Hugh Masekelas "Grazing In The Grass" sind allerdings
nur die Spitze des Tafelbergs in einer unendlich reichen und diversen
Klanglandschaft, die sich aus Township Jive, Zulu- und Xhosa-Roots,
lautmalerischen Stilen zwischen Tradition und Pop wie Kwela, Mbaqanga
und Marabi zusammensetzt. Ein Kosmos, der sich mit den umgebenden
Kulturkreisen aus Simbabwe, Swaziland, Botswana, Lesotho vernetzt
zeigt und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht zuletzt durch die emigrierten
Musiker auch immer wieder Verbindungen zur US-Szene etablierte -
und der heute mit urbanen Neuschöpfungen wie dem Kwaito und jazzigen
Experimenten voranschreitet. Putumayo begibt sich auf eine entdeckungsreiche
Rundreise - zwanzig Jahre nach der Apartheid in der fiebrigen Vorfreude
auf die Fußball-WM. Mit den Soul Brothers, Miriam Makeba und dem
Soweto Gospel Choir sind große und legendäre Namen vertreten. Eine
Supergruppe, die Talente des ganzen südlichen Afrikas bündelt, stellt
sich mit Mahube vor, deren Leader Steve Dyer und Frontsängerin Phira
Mtya auch solo einen Track beisteuern. Als Unsung Hero der weißen
Anti-Apartheid-Bewegung kommt der bereits verstorbene Johannes Kerkorrel
zu Wort, Nibs van der Spuy steht für die neue weiße Songwriter-Generation.
Ein politisch engagierter Reggae-Jünger ist mit Zoro am Start, Rap
und Zulu-Roots koppeln BLK Sonshine. Munterer Afropop kommt von
Kaya aus Bloemfontein und die nachbarschaftlichen Bande zu Swaziland
führt Bholoja vor Ohren. Der perfekte Vorgeschmack auf den ereignisreichen
Fußball-Sommer: Die Sounds zwischen Soweto, Kapstadt, Kwa-Zulu und
Swaziland sind so spektrenreich wie die Menschen der Regenbogennation
im Jahre 2010.
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Sierra Leone`s Refugee All Stars: Rise And
Shine
Mit Roots und Reggae gegen das Trauma
(23.04.2010)
Aus der größten Not entstehen oft großartige musikalische
Ereignisse: Sierra Leone, an der Westküste Afrikas gelegen, gebeutelt
durch einen schrecklichen elfjährigen Bürgerkrieg, hat eine Gruppe
hervorgebracht, die ihre Zeit im Exil und ihren mutigen Neuanfang
in der Heimat musikalisch dokumentiert. Die Refugee All Stars beweisen,
dass eine packende Synthese aus westafrikanischen Roots und Reggae
helfen kann, den Horror des Krieges und die Wunden der Vertreibung
zu heilen. Dazu sind die Musiker um den charismatischen Songwriter
Reuben Koroma für das zweite Album zu ihrer bislang abenteuerlichsten
Reise aufgebrochen: Nach anfänglichen Sessions in Sierra Leones
Kapitale Freetown wurden die Aufnahmen in New Orleans fortgesetzt,
wo sich die Musiker unter der Regie des renommierten Produzenten
Steve Berlin (Los Lobos, Angélique Kidjo, Ozomatli) im Piety Street
Recording Studio trafen. Herausgekommen ist Rise & Shine, ein zweites
wunderbares Statement von unbeugsamem Überlebenswillen und Hoffnung
auf die Zukunft. Die dreizehn Tracks leben von dynamischer Vielfalt
und einer ganzen Palette von Stimmungen: Zuweilen reicht den All
Stars das rhythmisch ansteckende Pluckern eines dumpfen Daumenklaviers
oder treibende Trommeln, um ihre seelenvollen Chöre darüber zu erheben,
dann wiederum sammelt sich die transkontinentale Bandpower zwischen
Freetown und New Orleans zu swingenden Reggae-Tunes, die Takt für
Takt ins Ohr gehen. Ausflüge in den Soukous, akustische Einlagen
des Gitarristen Franco, die Würze kreolischer Horns und die relaxte,
bittersüße Atmo von Palmwine Music komplettieren den runden Sound
des Albums. Auch auf ihrem Zweitling geben die Refugee All Stars
ein bewegendes Zeugnis des unerschütterlichen Hoffnungsbringers
Musik ab. Flankiert wird der Release von Zach Niles und Banker Whites
Film über die Band. Die beiden Regisseure hatten die Musiker für
ihre eindrucksvolle, preisgekrönte Dokumentation über einen langen
Zeitraum begleitet. Aus Sierra Leones Ruinen von Grauen und Verzweiflung
ist eine positive Revolution entsprungen.
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Putumayo presents: Latin Party
Funky
Son, coole Cumbia und sonniger Boogaloo
(08.04.2010)
Von Anfang an war die Abteilung Latin-Sounds ein ganz besonderes
Steckenpferd der Kompiler von Putumayo. Viele Scheiben des bunten
Labels haben ihren festen Platz in den Herzen, Ohren und Füßen der
Labelfans: Sei es der Dauerbrenner Cuba, der absolute Publikumsrenner
Latin Lounge, die Music der Coffee und Chocolate Lands, die Rundreise
Salsa Around The World oder der Querschnitt durch den Reichtum der
Musikszenen von Colombia und Puerto Rico. Nun geht die Latin Party
weiter – mit einem Rundumschlag durch so ziemlich alle Stile, die
zwischen Caracas und Havanna, zwischen New Yorks Spanish Harlem
und den Latin Quarters von Paris und London siedeln. Alte Vertraute
sind genauso in den Startblöcken wie grandiose Neuentdeckungen aus
New York und Nantes, aus L.A. und Medellin, aus Corpus Christi und
Bogotá. Der kubanische Sunnyboy Raul Paz, der Latin-Funk-HipHop-Schmelztiegel
von Yerba Buena aus New York und der Ska-Son-Hybrid von Ska Cubano
sind uns immer wieder willkommen. Ska und Afro-Kuba wird von den
Coffee Makers aus Medellín nochmals schlagkräftig vereint. Mit den
Brooklyn Funk Essentials und dem Quantic Soul Orchestra werden zwei
unorthodoxe, elektrisierende Boogaloos aufs Parkett gelegt. Luis
Mangual hält das Erbe der Fania All Stars in Spanish Harlem in Ehren,
Mas Bajo betreiben von Nantes aus einen multikulturellen Funk-Salsa,
während sich die Peruanerin Cecilia Noël gar als Salsa-Punkerin
sieht. Mit Fruko lädt ein Veteran zur Cumbia, während seine kolumbianischen
Nachfolger vom Orquesta Lo Nuestro frisches Blut in die Salsa Columbiana
bringen. Und die ominöse Latin-Funk-Combo Ozomatli hat sich mit
A.B. Quintanilla III und seinen Kumbia Kings musikalische Brüder
in Texas auserkoren.
Einmal mehr ist es Putumayo gelungen, ein Schatzkästlein der grenzenlosen
Latino-Welt auf drei Kontinenten zu öffnen.
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Manou Gallo: Lowlin
Akustische Vollendung der Ausnahme-Afropäerin
(01.04.2010)
Wir kennen sie als extrovertierte Powerfrau mit funky Bass und
Trommeln. Auf ihrem dritten Werk verblüfft die Ivorerin 2010 nun
mit einem fast konsequent akustischen Weg voll kammermusikalischer
Finessen und intimer Grundhaltung. Dafür hat sie ausgefeilte, durch
und durch weibliche Chorsätze entwickelt, die sie mit ihren long
time companions, der Dänin Lene Noorgaard Christensen, der Ex-Zap
Mama-Mitstreiterin Sabine Kabongo und niemand geringerem als dem
burundischen Soulstar Khadja Nin gestaltet. Die ruppige Dynamik
ihres E-Basses weicht oft einem runden, souveränen und sanglichen
Wohlklang, die Macht der Trommelsprache ist clever und dienend ins
Gesamtgeschehen eingebettet. Das Ergebnis liefert einen Ton, der
weitaus verhaltener ist als auf den beiden ersten CDs, ein Timbre,
das subtiler und vielschichtiger von der Partnerschaft auf Augenhöhe
zwischen Afrika und Europa erzählt, die Manou Gallos eigene, gelebte
Biographie ist. In das stimmige Gesamtkonzept passen viele Facetten:
Softe Reggae-Riddims, akustische Soulqualitäten, afrikanisch getränkte,
instrumentale Chamber Music und die für Manou Gallo so typischen
Acappella-Intarsien. Sie wartet mit melancholischen Gitarren- und
Pianoballaden auf, mit arabischer Flimmerhitze und einer zärtlichen
Reverenz mit Latin Flair an ihre musikalischen Anfänge. Von der
Miss Dynamite hat sich Manou Gallo zur reifen afropäischen Lady
mit neuer Innerlichkeit gewandelt. Ein akustischer Meisterstreich,
der zwischen chorschwangerem Kammerpop und westafrikanischen Traditionen
schwingt.
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| Razia: Zebu Nation
Sanft
aufrüttelnder Globalpop vom achten Kontinent
(12.03.2010)
Groovende Dreierrhythmen, charakteristische Boxgitarren und Röhrenzithern
- Madagaskars Musikwelt ist einzigartig. In der Musik von Razia
Said, der neuen Enthüllung der Discovery-Reihe von Cumbancha,
dient sie zudem als Basis eines ökologisch und sozial engagierten,
global ansprechenden Pop-Klangs. Mit ihrem zweiten Album Zebu Nation
ist der schönen Kosmopolitin ein naturbewusster Folkpop gelungen,
der auf sanfte Weise aufrüttelt und daran appelliert, die Hoffnung
nicht zu verlieren. Während einer sechswöchigen Reise
in ihre Heimat entwickelte die Weltbürgerin, die in Gabun,
Ibiza, Milano, New York und Brüssel gelebt hat, das Konzept.
Auf den Erkundungsfahrten über die Insel macht sich ein Schock
über den Ausmaß der Umweltzerstörung unter den Bandmitgliedern
breit. Und so wurde das Album, in dessen Titel sich das Nationalrind,
das Zebu, versteckt, zu einem klingenden Appell: Razias Songs, die
über die brennenden Wälder berichten, den Aufschrei der
Bäume und Tiere in innige Balladen kleiden, direkt mit der
Sonne Zwiesprache halten und ein unstillbares Heimweh nach der üppigen
Natur zum Ausdruck bringen, sind ein Manifest, das nicht moralinsauer,
sondern mit ohrwurmiger Popattitüde den Finger auf die Wunden
legt. Ein folkig-transparenter Pop mit jazzigem Vokabular und traditionellen
Tönen, mit verspieltem Akkordeon, galoppierender Perkussion
und kompakten Chorsätzen. Journalisten vergleichen ihn jetzt
schon mit der Musik von Sade und Susheela Raman.
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Putumayo presents:
Jazz Playground
Swingende
Miniaturen für kleine Menschen
(05.03.2010)
Jazz ist schon lange vom Klischee der verrauchten Keller und bräsigen
Oberstudienräten abgerückt. In Amerika, aber auch europäischen
Ländern, in Australien, selbst in Afrika und Fernost können
jazzige Sounds heute dazu dienen, Zusammenhörigkeitsgefühle
und Musizierlaune auch unter Kindern zu fördern. Von Swing
über Bebop bis hin zu Latin Jazz hält diese bunte Sammlung
dreizehn Miniaturen für kleine, aber auch große Menschen
bereit, die spielerisch und spielfreudig in die Jazzwelt einführen
- nicht mit erhobenem musikpädagogischem Zeigefinger, sondern
mit augenzwinkernden Geschichten und lautmalerischen Texten. Und
mit einer bunten Palette an Sounds: Anleihen an den Gypsy Swing
sind bei Lewis Franco oder Chris McKhool zu hören, New Orleans-Flair
bei Ingrid Lucia, in den Latin Jazz geht es mit José Conde,
auf afrikanisches Terrain mit Selloane und Famodo Dioubaté.
Volkslieder und Nursery Rhymes werden von Triocéphale, Barbara
Morrison, Oran Etkin und Charanee Wade verjazzt. Als Bigband für
Kids und als Multiinstrumentalisten präsentieren sich Kinderjazz
und The Mighty Buzzniks aus Australien, die Holländer Trapperdetrap
benötigen nur drei Musiker, um ihre witzigen Lieder für
die Kleinen vorzustellen. Brasilianische Bossa-Laune steuert Gui
Tavares bei, während Modern Conya nach Fernost entführen.
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Putumayo presents: Rhythm & Blues
Delta-Helden, Soulqueens und Rare-Groover
(08.02.2010)
Selten gab es in der Musikhistorie einen Terminus, der so grotesk
gedehnt wurde wie “Rhythm And Blues“ nebst seinem Kürzel R&B. In
den 1940ern tauchte er erstmals auf, als Sammelbenennung für Boogie
Woogie, Bigband-Sounds und Jump Blues auf, die bis dato allesamt
unter der diskriminierenden Bezeichnung Race Music liefen. Rhythm
& Blues wurde die Blaupause für den Rock’n’Roll der Weißen und zusammen
mit dem Gospel auch ein Vorläufer all jener Stile, die ab den frühen
Sechzigern als Soul und Funk bezeichnet wurden. In den letzten Jahren
hat sich R&B nun nicht nur als Oberbegriff für die hiphop-betonte
Musik der Charts durchgesetzt. Es ist nun auch wieder eine blühende
Retro-Szene entstanden, die von Küste zu Küste die „alten Werte“
mit funkigen Bläsern, dreckigen Vocals und analoger Aufnahmetechnik
auferstehen lässt. Putumayo begibt sich auf die Spuren des klassischen
R&B und legt dabei spannende Brückenschläge durch die Dekaden offen.
New Orleans offenbart sich dabei mit der kürzlich verstorbenen „human
jukebox“ Snooks Eaglin, dem singenden Kapitän Rockie Charles und
der gereiften Soulqueen Irma Thomas als besonders fruchtbar. Aus
Texas tragen die soulige Lavelle White und die gospelgetränkte Ruthie
Foster zum R&B-Spektrum bei. In die gloriose Southern Soul-Ära von
Stax führen die Emotions zurück, ebenso wie die Legende Sam Moore,
die sich mit Bluesman Keb’ Mo und HipHop-Soulstress Angi Stone zusammentut.
Noch weiter zurück, zu einem Song von Sam Cooke, führt uns Catherine
Russell. New York ist mit der Funk Queen Sharon Jones und ihren
knackigen Dap-Kings, sowie den erfahrenen Sessionleuten von Cracked
Ice vertreten. Und auch Übersee hat mit Retro-R&B Erstaunliches
beizutragen: Einmal mit dem ganz wurzeltreuen Waliser James Hunter,
zum anderen mit dem Rare-Groove-Flair des Quantic Soul Orchestras.
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Kailash Kher & Kailasa: Yatra: Nomadic Souls
Seelenvoller
Indo-Folkpop
(22.01.2010)
Der Bollywood-Hype der letzten Jahre scheint spürbar abgeebbt.
Doch genau in dieses Vakuum hinein explodiert die charismatische
Stimme eines Mannes, der uns schlagartig vor Ohren führt, wie viel
größer als die Filmstudios von Mumbai die indischen Klangrealitäten
sind - und wie sie doch Takt für Takt hitverdächtig bleiben können.
In Kailash Khers Stimmkunst, die in der Heimat sowohl in Diensten
des Bollywood-Moguls A. R. Rahman stand als auch von einem millionenfachen
Publikum aus dem Pop-Lager, den Folk-Zirkeln und der Sufi-Musik
verehrt wird, entdeckt die heimische Presse immer wieder Ähnlichkeiten
zum großen Nusrat Fateh Ali Khan. Dank seiner ersten internationalen
Scheibe Yatra: Nomad Soul lässt sich nicht nur dieser durchaus berechtigten
Vergleich nachhorchen. Denn mit seiner Band Kailasa hat der Shooting
Star Indiens all die Qualitäten gebündelt, die ihn über die ritualisierte
Bollywood-Welt hinausheben. Die 14 Tracks speisen sich aus teils
über 600 Jahre alten Sufi-Chants, aus Rhythmen der Gypsys von Rajasthan,
den unverwechselbaren Tänzen des Punjab und einer Menge anderer
regionaler Ingredienzien der devotional folk music. Dieser traditionelle
Humus wird mit einer kräftigen Dosis Neuzeit gedüngt, mit Pop, Rock
und Reggae - eine Mélange, die Kailashs Musik für die indische Jugend
so attraktiv macht. "Eine universelle Sprache, die das Herz jeden
menschlichen Wesens auf diesem Planeten erreicht" - dieses nicht
ganz bescheidene Ziel formulierte Kailash Kher auf MTV für sein
internationales Werk. Es ist dem kleinen Mann mit der großen Stimme
fast spielerisch gelungen.
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Rupa & The April Fishes: Este Mundo
Gypsy
Swing, Chanson und Cumbia:
Rupas 2. Welttheater
(13.11.2009)
Die Direktorin des globalen Musikzirkus ist zurück - nach einer
wirbelnden Tournee rund um den Erdball heißt es Vorhang auf für
ein neues klingendes Welttheater! Rupa Maryas zweites Werk jongliert
zwischen Gypsy Swing-Atmo, kräftigen Chanson-Anstrichen, leichten
Cumbia-Anflügen und indischen Vibrations. Die Indo-Amerikanerin
vertraut erneut auf die weltgewandten Musizierqualitäten ihres verrückten
Quintetts The April Fishes, in eine schlüssige Klangphilosophie
gebündelt von Tom Waits' Meisterproduzenten Oz Fritz. Neben Akkordeon,
Trompete, Bass, Drums und Gitarren bereichern Saxophone, eine Klarinette,
Tabla-Beats, ein brasilianischer Musikbogen und eine indische Flöte
die Textur, in der auch etliche Feldaufnahmen lauern - von den Rufen
eines Eisverkäufers über Regen und Donner bis hin zum Sound einer
alten Filmvorführmaschine. Die Aprilfische machen Platz für sage
und schreibe Auftritte von zehn special guests: Solche gibt es vom
Tin Hat-Trompeter Ara Anderson, dem serbischen Bassisten Djordje
Stijepovic und dem Rapper Boots Riley. Ihre spannenden Geschichten
erzählt Rupa nun verstärkt in spanischer Zunge: Immer wieder thematisiert
sie die Grenze zwischen den USA und Mexiko, die sich - im wahrsten
Sinne des Wortes - als kleine rote Linie durch das Album zieht.
Sie berichtet von den tödlichen Wanderungen der Wirtschaftsflüchtlinge
im Niemandsland und von Verstrickungen unserer Seele in den Ängsten
vor dem Tod und vor der Freiheit des Lebens. Sie beichtet uns eine
große Liebe, die zerbricht, und sie findet Trost in der Anrufung
des Mondes. Ein Elefant ist einem Poem von Krishnamurti entfleucht
und zieht auf der Erkundung der Wahrheit durch den Dschungel. Der
persische Sufi Hafez hilft ihr bei der Suche nach dem Licht, und
ihrem ganz persönlichen Idol Pablo Neruda hat sie einen fiktiven
Dialog auf die Feder geschneidert. Este Mundo erzählt von der Welt
als einem Ort, der voll von verrückten Augenblicken ist. Die staubige
Wüste und der Sternenhimmel über ihr, ein Elefant als Zerstörer
und Erleuchter, die einende und entzweiende Kraft der Liebe - all
dies wird in einem polyglotten Spektakel zwischen Gypsy-Flair, Latin
Moods und östlicher Philosophie gefeiert.
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Brownout: Aguilas And Cobras
Kochender
Soulfunk mit Latino-Seele
(13.11.2009)
Die Zeiten des konfektionierten Souls und der glatten R&B-Sounds
sind endgültig vorbei. Der raue Funk, der wirklich seelenvolle Soul
drängen auch mit neuen Bands ins Hörbewusstsein. Was Retro war,
wird progressiv - und kaum zeigt sich dies irgendwo so überwältigend,
wie im Sound des Oktetts Brownout aus dem texanischen Laredo. Die
zeitweilige Backing Band von niemand geringerem als Prince klingt
in der Tat, als würde die Entourage des Godfathers of Soul mit den
Heroen des kalifornischen Chicano-Rock eine fulminante Party feiern.
Hitzige Gitarrenriffs, pneumatischer Bassdruck und zupackende Drums
legen eine funky Konsole hin für einen massiven Bläsersatz von Baritonsax
über Posaune bis Trompete, der trotz aller Wucht noch flexibel und
virtuos bleibt. Gewürzt mit feinfingrigen Conga-Attacken sorgen
irrlichternde Orgeln und cinematische Streicher für flirrende Psychedelik-Atmo,
und die spanischen Vocals entführen wahlweise in ein East Harlem
aus dem Jahre 1968 oder ins hippie-eske Kalifornien. Bei alldem
wirken die Ideen dank ausgereifter Arrangierkunst bis hinein in
die Streicherabteilung sehr zeitgenössisch. Mit ihrem zweiten Werk
schieben Brownout die Tugenden der wilden Sechziger und psychedelischen
Siebziger von New York über Texas bis zur Bay Area mit einem überwältigenden
Bigband-Sound in die Zukunft.
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Putumayo presents: A Family Christmas
Pfiffige
Weihnachtshits für Groß und Klein
(06.11.2009)
Zum Fest der Liebe rücken Groß und Klein musikalisch zusammen.
Ob zur Dekoration des Baumes, zur Bäckerei in der gewürzschwangeren
Küche oder zum Einpacken der Geschenke: diese 11 liebevollen Miniaturen,
die beliebte Christmas-Songs aus den USA mit einem pfiffigen Extra
aus Pop, Country und Jazz verzieren, entfachen mit Elan Winter-
und Weihnachtslaune. Der Country-Star Deana Carter wandert durchs
"Winter Wonderland", Genre-Kollege Leon Redbone lässt es schneien,
Sam Bush nimmt zur Schlittenfahrt die Mandoline mit und "Frosty
The Snowman" wird bei Lars Edegran in New Orleans lebendig. Weihnachtsgrüße
sprechen der soulige Martin Sexton genau wie die folkige Kate Rusby
aus und während Johnny Bregar und Big Bad Voodoo Daddy Santa Claus
willkommen heißen, tanzt er mit der Christmas Jug Band, Angela Strehli
und Maria Muldaur gar einen Boogie Woogie. Die Brave Combo schlägt
einen überraschenden Bogen von Texas in den Barock und Debbie Davis
trägt Christmas-Atmo mit ihrem Gatten Matt Perrine sogar nach Hawaii.
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Putumayo presents: Jazz
Around The World
Swingende
Globalfamilie
(23.10.2009)
Jazz ist wohl das universelle Musikgenre schlechthin auf unserem
Planeten. Sein Weg von New Orleans nach New York und Chicago wäre
undenkbar gewesen ohne die Verwurzelungen auf dem afrikanischen
Kontinent. Von den USA hat er sich zügig in die karibische Welt
ausgebreitet und Brasilien infiziert, zum Kap wurde er in die Townships
rückimportiert, in Europa fand er Eingang in die Sounds der Gypsies.
Putumayo reflektiert die weitverzweigte Historie des Jazz über alle
Kontinente hinweg. Mit Chanteuse Chantal Chamberland machen wir
Station in Montreal, der Stadt eines der größten Jazzfestivals,
Niuver baut eine gehauchte Brücke von Kuba nach Paris, nicht minder
elegant ist der Kameruner Blick Bassy. Mit westafrikanischen Harfen-Klängen
geleitet das Kora Jazz Trio den Buena Vista-Hit "Chan Chan" in den
Sahel, die verführerische Heather Ridgon gibt sich "Young and Naive",
und der kosmopolitische Berber Kad Achouri lehnt sich jazzy in sein
zerwühltes Bett zurück. Sherele bringen den Klezmer mit Improvisationstugenden
nach Mexiko, Kataraina Pipi huldigt in Neuseeland dem Hawaii-Jazz
und Kélétigui Diabaté verlegt die "Summertime" von Gershwin mit
Landsmann Habib Koité an den Niger. US-karibische Verbrüderung zelebrieren
Billy Cobham und Asere, Hugh Masekela schließlich stellt mit dem
Sänger Malaika einen seiner Schützlinge vor. Verblüffend wie weitverzweigt
die swingende Globalfamilie ist: Im Jazz-Idiom trifft Montreal auf
Mittelmeer, Polynesien auf Westafrika, Paris auf Mexiko und Johannesburg
auf New Orleans.
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Céu: Vagarosa
Tropische
Vokalkosmonautin
(16.10.2009)
Brasilien, das waren Samba und Bossa Nova aus Rio,
Axê aus Bahia und vielleicht noch ein wenig Forró aus Recife. Doch
seit 2007 können wir sagen: Brasilien, das ist auch Céu. Die 29jährige
Céu hat mit ihrem Debütalbum der Megapolis São Paulo ein Gesicht
gegeben, ein schönes und sinnliches, und vor allem eines, das die
Zuckerhut-Stereotypen kräftig durcheinandergewirbelt hat. Ihre clevere
Mixtur aus Samba-Poesie,Triphop und Electronica hat nicht nur das
fade gewordene Brazilectro-Fach aufs Altenteil geschickt, sie hat
auf ihrem Erstlingswerk auch aufscheinen lassen, wohin der Brasil-Pop
zwischen souligem Retro und erotischem Futurismus im 21. Jahrhundert
gehen kann. Auch auf ihrem zweiten Werk verblüfft die schöne Frau
aus Brasiliens größter Stadt von Grund auf: Vagarosa ist ein verspielt-erotischen
Ohrenkino, ein süffiger Soundtrack mit vielerlei Ecken und Kanten,
in denen sich akustische und elektronische Variablen elegant zu
einem organischen Gewächs empor winden: Anachronistische Keyboards
und Orgeln wie aus einem Science Fiction der Siebziger verzwirbeln
sich mit Scratches, mit Dub- und Reggae-Riddims, ein wenig Surfrock
blitzt in den Stromgitarren auf, eine Jazztrompete stolziert über
Rockdrums, eine verlorene Melodica hallt durch den Raum. Sogar ein
wenig zurückgelehntes Chanson-Feeling kommt auf und purer Samba
aus dem Hinterhof hat durchaus auch noch sein Plätzchen. Im Auge
des Geschehens residiert Céus bezaubernde Stimme, als tropische
Vokalkosmonautin in Szene gesetzt, fruchtig zu Chören gestapelt
oder mit mysteriösen Soulanwandlungen durch die Strophen führend,
die von Liebeslyrik in allen Schattierungen erfüllt sind. Mit dem
Raumschiff in den Dschungel: Die neue Welt der Céu klingt wie ein
futuristischer Ausflug auf einen tropischen Planeten mit wunderlichen
Kontinenten zwischen Psychedelic-Rock, Samba und Lounge.
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Putumayo presents: España
Iberischer
Panoramablick: Mestizo-Magie, Rumba-Rock und Kelten-Folk
(25.9.2009)
Die Zeiten, in denen spanische Musik mit Flamenco
gleichgesetzt wurde, sind endgültig überwunden. Zum Glück: Denn
schade wäre es um die vielen Klangfacetten zwischen Pyrenäen, Kap
Finisterre, Barcelona, Valencia und der Extremadura. Putumayo nimmt
uns mit auf einen Streifzug durch die klingende Topographie Iberiens,
durch urbane Zwischentöne genau wie durch rurales Gelände. Peret
zeigt mit weit jenseits der Siebzig, dass er noch genauso knackig
die Rumba Catalán draufhat wie einst in den 1960ern. Gertrudis und
Burguitos offenbaren, wie reich sich die Mestizo-Szene auch in der
zweiten Reihe hinter Manu Chao und den Ojos de Brujo präsentiert,
deren Ex-Bassist JuanLu mit dem neuem Projekt Calima ebenfalls im
Aufgebot steht. Um das Mestizaje-Bild nach Madrid zu erweitern,
sind auch Combolinga dabei, und bei Gossos und ihrem Gastsänger
Dani Macaco weiten sich die neuen Töne aus Barcelona hin zum Rock,
der auch mit Star-Rockeiro Gecko Turner am Start ist. Ruhigere Songwriter-Töne
kommen vom Basken Xabier Lete, der genauso für kulturelle Eigenständigkeit
eintritt wie Galiciens Uxía, die ein paar kreolische Töne einflicht.
Jairo Zavala alias Depedro schlägt schließlich eine Brücke zu den
Wüstenrock-Heroen Calexico in Arizona, und Aragons Biella Nuei führen
vor, wie peppig eine Volkskultur auch heute klingen kann.
Ein Teil aus den Verkaufserlösen von España geht an
Intermón Oxfam, den spanischen Zweig der Hilfsorganisation Oxfam
International.
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Sarazino: Ya Foy!
Der
Äquator ruft zur Welt-Party
(25.09.2009)
Quito ist auf den ersten Blick vielleicht kein Ort, von dem man
sich großartige Impulse für eine globale Popmusik erhoffen würde.
Doch mit dem Algerier Lamine Fellah alias Sarazino beherbergt die
3000 Meter hoch gelegene Stadt einen ausgesprochen pfiffigen Musiker,
der in dieser dünnen Luft allem Anschein nach sehr gut zurecht kommt.
Er fügt dort Latin-Kolorite, Reggae, Rock, afrikanische und arabische
Rhythmen und Gesangslinien zu einem Pop von Welt mit anspruchsvollem
und genauso eingängigem Charakter. Mit seinem dritten Wurf stellt
er sich als zweiter Repräsentant der Discovery-Serie von Cumbancha
vor. Ya Foy! summiert die globalen Erfahrungen, die der Diplomatensohn
zwischen Constantine, Burkina Faso, Montreal und seiner neuen Heimat
Ecuador gesammelt hat: Da kommt astreiner Roots Reggae zum Zuge,
der durch Gaststar Toots Hibbert von Toots and The Maytals den authentischen
Segen bekommt. Schwarzafrikanische Farben sind mit Revelino Aguidissou
vertreten, einem Beninois, den es wie Lamine nach Quito verschlagen
hat. Exzellente Gitarrenarbeit liefert Ecuadors Saitenkoryphäe Pablo
Estrella und latinisiertes Toasting steuert Blanquito Man von der
international gerühmten Ska-Combo King Chango aus Venezuela bei.
Zur cleveren Pop-Rafinesse treten bissige und integre Texte: Sarazino
klagt Kriegstreiber an, analysiert die revolutionären Umtriebe Lateinamerikas,
er erzählt feine Love-Stories und ruft zum weltumspannenden Zusammenhalt
auf.
Von seiner hochgelegenen Wahlheimat Quito blickt Sarazino hinunter
auf den Erdball und lädt zu einer World Party ohne Scheuklappen
aus Reggae, Afro-Pop und Latin-Rock. Ein packendes Reisetagebuch
von Algerien bis in die Anden.
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Kimi Djabaté: Karam
Manding-Meisterwerk
mit kreolischer Eleganz
(28.8.2009)
Cumbancha, das derzeit erfolgreichste Weltmusiklabel, eröffnet
seine neue Discovery-Serie mit einer Überraschung aus Guinea-Bissau:
Kimi Djabaté offenbart als Balafon- und Kora-Meister sowie als charismatischer
Sänger spannende Facetten einer westafrikanischen Tradition. Der
Sprössling aus einer Griot-Familie lässt in 15 kleinen Song-Kunstwerken
glitzernde Gitarren- und Kora-Sounds schillern, bietet hypnotische
Balafon-Grooves und geht mit charismatisch-melancholischen Vokal-
und Chorpassagen tief ins Herz. Die Inspiration aus seiner Vergangenheit
würzt er gekonnt mit dezenten Prisen aus einem swingenden akustischen
Afro-Pop. Würdevoll schreitende Balladen mit dem ruhigen Puls der
Sahel-Sounds, akustische Saitenintermezzi à la Ali Farka Touré,
klickende E-Gitarren aus rumba-inspirierter Tanzmusik begegnen in
seinem Universum, innehaltende, meditative Passagen stehen packenden
Bandarrangements mit polyrhythmischem Reichtum gegenüber. Und auch
die Lyrics in fünf Sprachen besitzen große Bandbreite: Sie appellieren
an die Kraft der Erziehung, erzählen vom Leid der Bevölkerung unter
korrupten Machthabern, und sie rufen zum Kampf gegen Krieg und Armut,
gegen die Abhängigkeit von Europa und für Menschenrechte auf. Zwischen
den Manding-Traditionen und kreolischer Eleganz, zwischen der Reflektion
sozialer Realität und fröhlicher Feier der westafrikanischen Seele
knüpft Kimi Djabaté einen mutigen und zugleich mühelosen Bogen vom
Atlantik in die Savanne.
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Putumayo presents: Brazilian
Café
Würzig-süße
Samba- und Bossa-Sinnlichkeit
(31.07.2009)
Brasiliens berühmtester Nationalheiliger ist der Cafézinho,
jener starke, süße und würzige kleine Kaffee, dem gleich mehrmals
am Tag gehuldigt wird. Es ist kein Zufall, dass der Mega-Hit des
Landes, die "Garota de Ipanema" in einem Café, nämlich der berühmten
Veloso Bar an Rios weltbekannter Strandmeile ersonnen wurde. Und
wer in Brasilien auf spontane Sessions stoßen will, der ist gut
beraten, es sich an einem kleinen Plätzchen gemütlich zu machen,
an dem der kleine Schwarze ausgeschenkt wird. Putumayo hat auf Brazilian
Café, der vierten CD in ihrer erfolgreichen und heißbegehrten Kaffee-Serie,
die schönste Begleitmusik zum Cafézinho zusammengestellt, wohl dosiert
zwischen starken Legenden und würzigen Entdeckungen - und ein Rezept
für den Pavê, das feine Kaffee-Dessert, gibt es gratis dazu. Legenden
wie der Braziljazz-Poet Djavan und die innovative Sambista Rosa
Passos erbieten dem Café ihre Reverenz, und aus Paris schaut der
intime Bossa-Lyriker Márcio Faraco vorbei. Teresa Cristina, Ana
Costa und Arranco de Varsóvia künden vom vibrierenden Samba-Revival
Rios, aus Bahia grüßen die Entdeckungen Carlinhos Cor das Aguas
und Alexandre Leão. Kristallklare Vokallinien sendet Ceumar aus
São Paulo in die Gehörgänge und ihr männlicher Kollege Toco aus
der gleichen Metropole steht ihr an Luftigkeit nicht nach. Aus dem
Bossa-Außenposten Paraná schickt Marcia Salomon ein Karnevalliedchen,
und mit Katia B. dürfen wir erfahren, dass sich der Café-Genuss
auch mit leicht elektronischen Beigaben keineswegs trübt. Putumayos
vierte unwiderstehliche Reise durch die kleinen Cafés und Bars offenbart
die poetische Seele Brasiliens mit leichter Bossa-Eleganz, erdigem
Samba-Charme und feingesponnener Lyrik.
Ein Teil aus den Verkaufserlösen von Brazilian Café
geht an Terra dos Homens. Die brasilianische Vertretung der weltweiten
Organisation terre des hommes setzt sich für gesellschaftlich benachteiligte
Familien ein. Durch die Wertschätzung und Stärkung dieser Familien
soll ermöglicht werden, dass der Nachwuchs seine Chancen besser
erkennen und verwirklichen kann. Terra dos Homens arbeitet auch
an der Reintegration von Straßenkindern in Rio und legt besonderes
Gewicht auf die Bekämpfung von häuslicher und sexueller Gewalt.
www.terradoshomens.org.br
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Putumayo presents: Picnic
Playground
Welt-Spielwiese
für Gaumen und Ohren
(31.07.2009)
Mit einer ganz besonderen Spezialitäten-Platte führt
Putumayo die Kinder an das Thema Essen heran: Unbeschwerte Lieder
zwischen Reggae, Folk und Pop führen uns in die Küchen und auf die
Märkte von Frankreich, den USA, Trinidad, Dänemark, Südafrika, Australien,
Kanada und Deutschland. Als schöner Begleiteffekt wird das Bewusstsein
der Kinder für lokale Erzeugnisse und Bio-Lebensmittel geschärft,
und gratis dazu gibt's außerdem Rezepte für ein tolles "Weltpicknick"!
Zeit, die rot-weiß karierte Decke zu schnappen, den Essenskorb einzupacken
- und hinaus geht es auf die deliziöse Spielwiese ohne Grenzen für
Gaumen und Ohren! Jay Mankita aus Massachussetts schwärmt davon,
wie schön es ist frische Früchte und Gemüse zu essen, die in allen
Farben schillern, und Bomba aus Melbourne widmen der fruchtigen
Tomate einen Song. Die Begeisterung für frische Speisen teilt die
Südafrikanerin Kheswa, die auf dem Markt einkaufen geht. Pascal
Parisot gibt aus Kinderperspektive Einblick in einen Bio-Haushalt,
sein Landsmann Franck Monnet erzählt vom Schlaraffenland Malidor.
Exotisch wird es mit Jose Conde und seinen Reisbällchen mit Huhn
sowie dem Pfefferpelikan von Safari. Naschkram darf natürlich auch
nicht fehlen auf einem Picknick für Kinder: Eine ganze Schüssel
Kirschen wollen Rhythm Child leeren, Johnny Bregar macht einen Apfelkuchen
in der Pfanne und Maggie G. ermuntert zum Plätzchenbacken. Asheba
aus Trinidad schließlich tritt als Eismann auf und die bayrischen
Kinderlieder-Helden Donikkl liefern einen richtigen Hit mit einer
Ska-Hymne auf die Milch. Ein würziges, süßes und lustiges Welt-Picknick
für Groß und Klein!
Ein Teil aus den Verkaufserlösen von Picnic Playground geht an Vitamin
Angels, eine internationale Non-Profit-Organisation, die sich darum
bemüht, dass weniger Kinder erblinden und nicht so früh sterben.
Dafür wird lebenswichtige Ernährung in Form von Vitaminzusätzen
für Säuglinge und Kinder auf der ganzen Welt zur Verfügung gestellt.
Spezielle Nährstoffe, vor allem Vitamin A, ermöglichen den Immunsystemen
der Kinder Infektionen zu bekämpfen und helfen ihnen, eine stabile
Gesundheit zu erlangen. www.vitaminangels.org
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Novalima: Coba Coba Remixed
Globale
DJ-Liga goes Afro-Peru
(10.07.2009)
Es ist der Trend der Weltmusik im Jahre 2009 schlechthin:
Afro-peruanische Klänge stürmen die Clubkultur - im Zentrum stehen
die Masterminds von Novalima aus der Kapitale Perus. Kaum war ihr
drittes Opus Coba Coba im Frühjahr erschienen, hat sich eine globale
Liga von DJs daran gemacht, das Originalmaterial mit neuem Hirnschmalz
durch die Pulte zu schicken. Und siehe da - die Metamorphose ist
geglückt, ja beglückend mit einigen der spannendsten Grooves, die
auf Remix-Alben der letzten Jahre zu hören waren. Da Lata geleiten
den Salsa-Funk von "Tumbala" kongenial zu einem Stelldichein mit
einem fruchtigen portugiesischen Interludium. Starproduzent Toni
Economides, der schon das Originalalbum betreute, wagt sich an eine
harte, schweißtreibende Neudefinition von "Coba Guarango". Das karibische
Soca-Flair von "Yo Voy" wird mit Faze Actions Remix in einen synthesizergeladenen,
technoiden Hardbeat überführt. Eine süffige, nokturne Lounge-Szenerie
kreieren Boozoo Bajou aus dem rootsigen "Africa Landó". DJ Spam
geht in seiner alternativen Version von "Ruperta" rockige Wege mit
handfestem Schlagzeug und einem astreinen Roots-Reggae-Groove. Die
größte Verblüffung ist jedoch bei EarthRises "Se Me Van" angesagt:
Der Mischling aus Salsa und Afrobeat wandelt sich im Bedouin Breakdown-Mix
zu trancehaft kreisender Arab-Electronica.
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Vieux Farka Touré: Fondo
Die
rockige Zukunft des Wüstenblues'
(05.06.2009)
Der zweite Wurf des Sohnes von Ali Farka Touré öffnet
dem Wüstenblues weit die Pforten in die Welt: Vieux stattet dem
Heavy Rock-Feeling genau wie dem entspannten Reggae fulminante Visiten
ab, verknüpft die Tradition der westlichen Sahara mit einem prächtigen
Ankerwurf gen Blues à la Allman Brothers oder Cream. Verantwortlich
für die Pult-Raffinessen ist Yossi Fine: Der Produzent und Musiker
karibisch-israelischer Provenienz, der sowohl für David Bowie als
auch für den Marokkaner Hassan Hakmoun an den Reglern saß, fügt
swingende Basslinien und dubbige Grooves zu. Bei all diesen Exkursionen
steht das Opus auf den festgrundierten Füßen der Sahel-Tradition:
So begegnen wir dem Kora-Spieler Toumani Diabaté als Duo-Partner
in einer bewegenden Final-Reminiszenz an Ali. Und dessen langjähriger
Vokalpartner Afel Bocoum erhebt nun auch für den Nachkommen seine
faszinierend erdige Stimme. Wer diesem rockenden und zugleich tief
im Sahelboden verwurzelten Werk aufmerksam lauscht, wird schnell
erkennen, dass einem um die globale Zukunft des Desert Blues wahrhaftig
nicht bange sein muss.
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MIDIVAL PUNDITZ: Hello Hello
(29.05.2009)
Kühner Bogen zwischen indischer Poesie und Global
Pop Der achtfach oscardekorierte Streifen Slumdog Millionaire mit
seinem Soundtrack von A. R. Rahman hat es gezeigt: Die Wahrnehmung
Indiens hat im 21. Jahrhundert einen neuen weltweiten Status angenommen.
Das gilt nach Bollywood-Hype und Asian Underground-Furore auch immer
noch auf musikalischem Gebiet. GAURAV RAINA und TAPAN RAJ aka MIDIval
PundiTZ bekleiden hier die Königsposition: Seit mehr als einer Dekade
schallt dank ihrer Klangkunst die Kunde Delhis als moderner Musikmetropole
mit traditioneller Bodenhaftung um den Erdball. Bei ihrem dritten
Opus mischt nun ihr US-Bruder Karsh Kale als Produzent, Sänger,
Multi-Instrumentalist und Songwriter mit - da kann ja nur ein Traumalbum
herauskommen. Hinter dem schlichten Motto Hello Hello versteckt
sich ein ausgeklügeltes Rezept, dessen Zutaten in einem wohldosierten
Verhältnis von Electronica, globalem Pop, Volkstraditionen und Klassik
des Subkontinents sowie feinem Songwriting stehen. In 11 Tracks
taucht das Delhi-Doppel in viele Settings: Da kommt zum einen ihre
ausgeprägte Vorliebe für Rock zum Vorschein, wenn sie "Four Sticks"
von Led Zeppelin seiner wahren indischen Bestimmung zuführen. In
einem besonders elaborierten Global Poprock-Hybrid duettieren Bollywood-Star
Shankar Mahadevan und der New Yorker Singer/Songwriter Shahid. Bei
den ruhiger pulsierten Passagen atmet die Vermählung von altem und
neuem Indien am schönsten, mit dem Sänger Papon aus Assam, einem
Stück Poesie auf Urdu oder einem tranquillen Instrumental-Intermezzo,
das der Bansuri-Spieler Pandit Ajay Prasanna mit Duftessenzen füllt.
Das Gestern, Heute und Morgen vermögen MIDIval PundiTZ wie keine
anderen Popkünstler Indiens zu verklammern.
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Putumayo presents: Italia
Dolce
Vita trifft auf feine Poesie
(22.05.2009)
Der Nachfolger des vielgerühmten Bestsellers
Italian Café! Auf das Land zwischen Alpen und Adria, Riviera und
Sizilien werden schon lange Sehnsüchte des Fernwehs projiziert,
die oft durch musikalische Untermalung verstärkt werden. Jenseits
von "O Sole Mio"-Klischees präsentiert Putumayo eine Rundtour, die
vor allem Italiens intime Seite zeigt. Feinsinnige Singer-Songwriter
kommen zum Zuge, die hierzulande oftmals unentdeckt geblieben sind:
Paolos Bruder Giorgio Conte vereint Bärbeißiges mit Romantik, und
der introspektive Bahnwärterlyriker Gianmaria Testa erzählt metaphernreich
vom Reisen. Dies tut auch Alessandro Pitoni in einem tangoinfizierten
Stückchen, während sich der Mailänder Simone Lo Porto von Brasilien
angetupft zeigt. Rossomalpelo und Lu Colombo vereinen Dolce Vita
mit dem Flair von Gypsy Swing, Bandabardò bringen eine dezente Form
von Alternative Rock-Poesie ein. Die Folk-Welt des Friaul führt
uns Lino Straulino vor Ohren, Rocco De Rosa erzählt ganz instrumental
von einem fernen Ort in Chile. Auf einem Retro-Trip zu Italiens
Popklassiker befindet sich der Quebec-Emigrant Marco Calliari, und
Alessandro Mannarino schöpft aus seiner ganz eigenen Welt zwischen
italienischem Folk, Balkan-Anklängen und Fellini-Soundtrack. Eine
Italienreise, die auf den Ohren kribbelt wie die Frühlingssonne
auf der Haut.
Ein Teil der Verkaufserlöse aus dieser CD geht
an EMERGENCY.
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Putumayo presents: European
Playground
Spielerisch-spannende
Entdeckung des Heimatkontinents
(22.05.2009)
Mit dem bislang abwechslungsreichsten Kapitel aus der Playground-Reihe
eröffnet Putumayo 15 musikalische Spielplätze direkt vor unserer
Haustür. Von Skandinavien und den Britischen Inseln bis hinunter
ans Mittelmeer und den Atlantik breitet sich eine weit gefächerte
Palette von Kinderliedern vor unseren Ohren aus - munter und vergnüglich,
stilistisch von Pop übers Liedermacherfach bis ins Jazzige weit
gefächert, zugleich lehrreich sowie anspruchsvoll. Aus Skandinavien
kommen Sås & Kopp sowie Mek Pek und besingen ein Trampolin und ein
Känguruh, Belgiens TV-Knetfiguren Les Déménageurs wecken Morgenmuffel
auf, und der englische Straßenmusiker Herbie Treethead macht gute
Comedian-Laune. Die Apfelband aus Ungarn lässt einen kleinen Jungen
von seiner beruflichen Zukunft träumen und Alain Le Lait führt in
die französische Küche. Locomondo verpackt eine Einladung nach Griechenland
in einen fetzigen Ska, Buscapólos stellen uns einen jugendlichen
Fußballstar vor, während Alex Schmeisser von der dicken Freundschaft
zwischen der Kuh Anneliese und der Maus Klaus berichtet. Ian F.
Benzie erzählt die Geschichte vom kleinen Fischerfritzen, während
der Mailänder Giovanni Caviezel ein kleines Dampfboot fahren lässt.
De Band Krijgt Kinderen aus den Niederlanden schlüpft in verschiedene
Rollen eines Musikstars und Biella Nuei aus Spanien geben sich ökologisch
bewusst. Einen Ausflug ins Land der Teddybären unternimmt der Berner
Roland Zoss und Sharon Shannon führt uns schließlich mit beschwingten
Akkordeonklängen auf die Grüne Insel. Eine spielerische Entdeckung
unseres vielfältigen Heimatkontinents sowohl für Kinder wie auch
Eltern!
Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf dieser CD geht an die European
Federation for Street Children (EFSC).
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Putumayo
presents: iSalsa!
Hitziges
Netzwerk zwischen NY, L.A., Havanna und Kolumbien
(17.04.2009)
Seit der Salsa-Explosion der 1960er in den Einwanderervierteln
New Yorks erfreut sich das brodelnde Gebräu aus afro-kubanischen
Rhythmen und den Beigaben der afro-amerikanischer Musikkultur globaler
Beliebtheit. Dabei hat sich die Salsa stilistisch denkbar breit
aufgefächert: Ein ganzes Netzwerk gegenseitiger Befeuerung zwischen
den Küsten der USA und der Karibik hat sich seitdem gesponnen. Bruderländer
wie Kolumbien verfügen ebenso über äußerst vivide Salsa-Szenen mit
eigenen Stars, und Afrika hat sich dem Salsa-Craze vom Kongo bis
in den Senegal mit einer glühenden Afro-Latin-Szene angeschlossen.
Putumayo stellt Stars und unsung heroes aus der zweiten Reihe vor,
verführt zu einer heißen, wirbelnden Reise von den Siebzigern bis
in die Jetztzeit. Die Grupo Galé, Fruko y Sus Tesos und Juanito
y La Agresiva demonstrieren die Lebendigkeit der kolumbianischen
Szene, den Flirt Kubas mit Puerto Ricos führen das legendäre Orquesta
Aragón und Cheo Feliciano vor Ohren. Poncho Sanchez und Eddie Palmieri
nehmen die Salsa aus der Warte von Latin-Jazzern unter die Lupe,
Chico Alvarez und José Conde düsen zwischen Brooklyn respektive
Miami und Kuba hin und her. Son Boricua stehen für eine neue Generation
von Nuyoricans und Ricardo Lemvo schließlich koppelt die Salsa mit
astreiner kongolesischer Rumba.
Ein Teil der Verkaufserlöse aus dieser CD geht an die Pan American
Health and Education Foundation (PAHEF).
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Lal Meri
Indo-Kaliforniens
sonniger Spirit
(17.04.2009)
Nach der sphärisch-spirituellen Welt von Niyaz führt uns Produzent
Carmen Rizzo nun auf ein neues Trio-Parkett: Mit der Sängerin Nancy
Kaye und Trompeter Ireesh Lal zaubert er aus einem asiatisch-amerikanischen
Brückenschlag hippe Pop-Perlen. Farben vom indischen Subkontinent
über Reggae und Soul bis hin zu Triphop-Grooves leuchten in Lal
Meris Debüt: Kayes Stimme oszilliert zwischen kantigem R&B-Timbre
und erotischem Cabaret-Flair, kann auch mal fast girliehaft frech
mit Anleihen an eine Björk klingen. Ireesh Lal befeuert das Geschehen
mit jazzigen Impros auf der gestopften Trompete. Dazu treten viele
Klangtupfer-Finessen: Saitengeflechte an Oud, Bouzouki, der Langhalslaute
Saz und dem türkischen Banjo Jumbush flirren durch die Tracks, und
eine ganz besondere Note fügt Ireeshs Cousine POOJA LAL ein, die
mit ihren sanft geschwungenen Gesangslinien indischer Provenienz
das Geschehen weit gen Osten öffnet. Lal Meri erzählt die erstaunliche
Geschichte eines kalifornischen Trios, das den Globus mit coolen
Grooves und sonnigem Spirit umarmt.
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The Idan Raichel Project: Within My Walls
Tel
Aviv-Pop auf globalem Friedenskurs
(27.03.2009)
Vor zwei Jahren startete Jacob Edgar sein Label Cumbancha mit einem
sanften multikulturellen Paukenschlag aus dem Nahen Osten. The
Idan Raichel Project riss kulturelle Checkpoints nieder und
kreierte mit äthiopischen und jemenitischen Melodien, mit der Poesie
Arabiens und Psalmen der Bibel einen homogenen Worldpop, der in
Israel Verkaufsrekorde sprengte und auch international von Sydney
bis Mexiko für Enthusiasmus sorgte.
Nun geht die Mission des Friedensboten mit der Rasta-Mähne in eine
neue Phase: Raichel nahm an verschiedenen Orten der Erde, von New
York über Paris bis Tel Aviv Sängerinnen und Sänger auf, die seinem
Songwriting einen noch weltumspannenderen Charakter geben. Unter
den Gaststimmen seines dritten Opus Within My Walls teilen
sich Weltmusikgrößen wie die Kapverdin Mayra Andrade, die Kolumbianerin
Marta Gómez und New Yorks Afro-Soulstress Somi mit israelischen
Newcomern das Mikro und verbünden sich zu einem empfindsamen Songwriter-Opus
mit visionärem Charakter.
Auf Hebräisch, Spanisch, Arabisch und Swahili erklingen die Vokalspuren,
Raichels Lyrik über den Durst nach Liebe und Frieden und die metaphernreiche
Ausdeutung von Mauern schweift durch opulente Arrangements: Ein
24köpfiges Streichorchester, lokale Farben mit Flöten, Schalmeien,
Kniegeige und nahöstlichen Saiteninstrumenten setzen dieses schlüssige
Mosaik zusammen, über das Idan Raichel fast bescheiden sagt: „Das
ist der Sound des heutigen Israels: Viele Kulturen, die zusammen
ein neues Lied kreieren.“
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Putumayo presents: India
Duftender
Klangbogen von Bollywood-Pop bis Ghazal-Poesie
(20.03.2009)
Erstmals entdeckt Putumayo eines der größten Länder der Erde mit
einer der erstaunlichsten Kulturen: Unter allen Ländern des Globus
ist Indien mit über einer Milliarde Einwohner, seinen 23 Sprachen,
1.600 Dialekten und neun großen Religionen ohne Zweifel ein vielschichtiger
Kosmos für sich – sei es ethnisch und geschichtlich, oder sei es
geographisch und klimatisch. Diese Vielfalt hat natürlich all die
Jahrhunderte in der Musikhistorie des Subkontinents Widerhall gefunden
und ist in der globalisierten Welt auch heute noch deutlich hörbar.
Die populäre Musik Indiens wird durch die schmelzend-schmachtenden
Tanzstücke, Hymnen und Balladen der Bollywood-Industrie und Filmfabriken
anderer Metropolen beherrscht: Mit SängerInnen wie Rajeshwari Sachdev
oder Chinmayee und natürlich mit begnadeten Filmmusikern, an deren
Spitze A. R. Rahman steht. Der Meisterkomponist hat gerade zwei
der insgesamt acht Oscars für den Streifen Slumdog Millionaire erhalten
und manche Musikexperten schätzen seine Plattenverkäufe höher als
die von Elvis oder der Beatles ein!
Doch neben den Filmhits siedelt die klassische hindustanische und
karnatische Musik in Gestalt der Erben von Ravi Shankar und Hariprasad
Chaurasia. Sie öffnen sich heute gegenüber modernen Genres und Arrangements,
unter ihnen Deepak Ram oder Satish Vyas. Aus traditionellen Gesangsdisziplinen
wie dem Ghazal und alter Poesie formen Bombay Jayashri, Susheela
Raman und Kiran Ahluwalia eine innovative Songwriting-Kunst. Religiöse
Gesänge, der sogenannte „devotional chant“ betritt mittels aktueller
Studiotechnik eine neue Sphäre, nachzuhören bei Uma Mohan. Und auch
Vertreter des Asian Underground wie Niraj Chag oder in Amerika ausgebildete
Instrumentalisten wie Sanja Divecha spielen eine große Rolle im
Mosaik der subkontinentalen Klänge. Putumayo hat dem Reichtum der
Sounds zwischen Punjab und Tamil Nadu nachgehorcht und die schönsten
Fundstücke zu einem duftenden Spannungsbogen verbunden.
Ein Teil der Verkaufserlöse aus dieser CD geht an die India Foundation
for the Arts.
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Putumayo presents: African Reggae
Offbeat
aus dem Motherland
(20.02.2009)
Während das Mutterland des Reggaes zuweilen weit abgekommen ist
von den Wurzeln, erfreuen diese sich in Übersee fröhlicher Urständ'.
Jamaika feiert den Dancehall und seine modernen Derivate, doch die
afrikanische Variante orientiert sich an der klassischen Roots-Phase.
Doch auch wenn sie sich an den Vätern orientieren, haben es die
Afro Reggae-Vertreter geschafft, ihre Musik zeitgenössisch klingen
zu lassen - mit behutsamen Injektionen aus ihren Landeskulturen
und Stilen von Afrobeat bis Zouk. Der Reggae kehrt nach Hause zurück
- und wie diese sachverständig zusammengetragenen Aufnahmen zeigen:
Er gewinnt dabei noch an Farbschattierungen und Vitalität. Der ivorische
Reggae-Star Tiken Jah Fakoly tut sich mit den Guineanern von Ba
Cissoko zusammen, seine Landsleute Ismael Isaac und Serges Kassy
zeigen sich sozialkritisch und spirituell. Kreolisch elegant kommt
der Offbeat bei Mo'Kalamity und One Love Family von den Kapverden
daher. Von ihrer Rastafari-Philosophie geben der Burkiner Bingui
Jaa Jammy und der Ghanaer Kwame Bediako Kunde, der Südafrikaner
Zoro bezieht seine Stärke aus dem Kampf gegen die Apartheid. Die
heilende Kraft des Weiblichen lobt der Bissau-Guineaner Nino Galissa,
und der charisamtische Nigerianer Majek Fashek vereint in seiner
Reggae-Variante Marley und Kuti.
Ein Teil der Erlöse aus dieser CD geht an HOPEHIV. www.hopehiv.org
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Novalima: Coba
Coba
Die
schwarze Seele Perus tanzt im Club
(23.01.2009)
Platz 1 der World
Music Charts Europe im April 2009!
Vier junge Kosmopoliten aus Lima leisten auf ihrem dritten Album
Pionierarbeit mit afro-peruanischen Kollegen und dem Starproduzenten
Toni Economides (Nitin Sawhney, Da Lata, 4hero): Sie geleiten die
Musik der schwarzen Minderheit Perus mit neuem Stolz auf den Dancefloor.
Organisch wird eine Symbiose geschaffen, die musikalische und gesellschaftliche
Barrieren aufbricht und von einem Peru kündet, in dem Schwarze und
Weiße auf Augenhöhe stehen. Das reiche Arsenal von traditioneller
Perkussion verzahnt sich mit Beats aus dem Computer, archaische
Gesänge der Sklaven erheben sich über frechen Grooves, karibische
Ausgelassenheit wechselt zu Bolero-Dramatik. Spaniens Rocker Gecko
Turner, die Kuba-Rapper von Obsesión oder Salsero Carlos Uribe adeln
die bezwingenden, rootsig-urbanen Tracks mit Gastbeiträgen. Ein
verblüffendes und durchweg tanzbares Gesamtkunstwerk zwischen den
traditionellen Rhythmen des bluesigen Landó und der romantischen
Marinera auf der einen, Deep Dub, Reggae, Broken Beat, Salsa, Soca,
Funk und HipHop auf der anderen.
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Bombay Dub Orchestra: 3 Cities
Organische
Eleganz zwischen Mumbai, Chennai und London
(23.01.2009)
Ein musikalisches Dreieck zu ziehen zwischen dreien der quirligsten
Städte des Planeten, und dann doch einen äußerst relaxten Sound
daraus zu fertigen, mag paradox klingen. Für die beiden britischen
Pult-Chiller GARRY HUGHES und ANDREW T. MACKAY ist das eine Fingerübung,
die sie treffsicher gemeistert haben, dazu noch mit verblüffend
organischer Eleganz. Denn wo die eigenwilligen Klang-Scaper mit
dem Debüt ihres BOMBAY DUB ORCHESTRA noch eher auf Computerkunst
setzten, arbeiten sie auf dem Nachfolgewerk mit sage und schreibe
75 realen musikalischen Handwerkern. Dabei ist die Textur so vielschichtig
und spannend geraten, dass 3 Cities durchaus zum wachen Hören animiert.
Eine imaginäre Reise von Ägypten nach Indien unternimmt der Hörer,
steuert in Gefilde von Triphop, erlebt einige aufgekratzte technoide
Augenblicke, vernimmt poppige Keyboard-Riffs, die fast an Kraftwerk
gemahnen. Romantische Momente wie aus einem alten Bollywood-Klassiker
blitzen auf, jazzige Piano-Phrasen öffnen eine Ohren-Oase, aber
auch wuchtiges Trommelwerk für den Dancefloor steht parat. Und immer
wieder erfüllt der exzellente Klangkörper der flirrenden Streicher
die Arrangements wie ein betörender Duft.
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Céu
erhält den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik!
(04.10.2008)
Wir freuen uns ganz außerordentlich, dass unsere Künstlerin Céu für
ihr Debüt ("CéU") mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik
2008 gekürt wird. Nachdem unsere Veröffentlichungen immer wieder auf
den vierteljährlichen Bestenlisten zu finden sind, dürfen wir nun
nach über einer Dekade wieder einen Jahres-Gewinner vermelden. 1997
konnte Exil mit Marlui Miranda und ihrer CD "Ihu - Todos Os Sons"
einen ersten Jahrespreis erlangen. Den Preis der deutschen Schallplattenkritik
gibt es seit 1980. Er wurde von einer Gruppe engagierter Kritiker
gegründet, die sich dann 1988 zu einem unabhängigen eingetragenen
Verein zusammenschlossen. Die Jury sieht ihre Aufgabe darin, die Öffentlichkeit
auf herausragende Aufnahmen des Tonträgerangebots aufmerksam zu machen.
Zusammengesetzt ist das Gremium aus ca. 150 Fachjournalisten der verschiedensten
Genres von Klassik über Rock/Pop bis zum Kinderbereich, die in nahezu
30 Kategorien pro Quartal aktuelle Produktionen prämieren. Von all
diesen werden jeden Herbst zehn Jahressieger ausgezeichnet.
Mehr Infos: www.schallplattenkritik.de
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WOMEX-Labelpreis
für Cumbancha!
Wir freuen uns mit unserem Partnerlabel: Bei der diesjährigen Weltmusikmesse
WOMEX in Sevilla hat Cumbancha Records den Preis für das beste
Label erhalten. Erst vor zwei Jahren wurde der Verlag von Putumayo-Vize
Jacob Edgar in Vermont/USA gegründet und hat seitdem mit Andy Palacio,
den Garifuna Women, Idan Raichel, Chiwoniso, Habib Koités neuem Meisterwerk
"Afriki" und der außergewöhnlichen Weltenbummlerin Rupa und ihren
April Fishes einen spannenden Katalog aufgebaut, den wir von Anfang
an begleiten durften. Der Labelpreis kommt durch die Auswertung der
World Music Charts Europe zustande, jene mittlerweile unverzichtbare
monatliche Listung, die von 45 ausgewählten Weltmusik-Radiomoderatoren
aus ganz Europa erstellt wird. Und siehe da: Bei diesen Experten lag
Cumbancha im Zeitraum von Oktober 2007 bis Oktober 2008 ganz vorne,
gefolgt von Größen wie Sterns, Crammed und Doublemoon. Wir beglückwünschen
Mr. Edgar auf herzlichste und sehen am Horizont schon, wie sich für
2009 die nächsten vielversprechenden Cumbancha-Releases ankündigen
- mit dem afro-peruanischen Projekt Novalima und einer weiteren lyrischen
Scheibe des israelischen Pop-Poeten Idan Raichel. |
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DISSIDENTEN & JIL JILALA: Tanger
Sessions

ROCKIGE RÜCKKEHR NACH MAROKKO
(17.10.2008)
25 Jahre nach ihrem Welterfolg Sahara Elektrik melden sich die
Ethnobeat-Pioniere erneut mit einem Ruf aus dem Herzen des Maghreb
in überraschender Härte: Mit geschichteten E-Gitarren, krachigen
Drums, archaischen Chören, pumpenden Bässen, hypnotischer Drehleier
und psychedelischer Flöte bilden die Dissidenten eine Welt diesseits
ausgeträumter Ideale von Multikulti-Musik ab – eine Welt nach 9/11
und dem Irak-Krieg.
In zweijähriger Arbeit entstanden mit ihren marokkanischen Freunden
von Jil Jilala, den „Beatles Nordafrikas“ und charismatischen Übervätern
der modernen Maghreb-Musik, hochimpulsive, arabesk-bissige Titel.
Betörend kreist der „Morock’n’Roll“, wütend groovt die „Gun Factory“,
als trancehafter Heavy-Loop wird „Truth Is The Only Religion“ gepredigt.
Mit melodischem Aufbäumen und rhythmischer Wucht signalisiert man
im „Song 4 A Rainbow“ jedoch auch Hoffnung auf ein Ende der Kriege.
Und als Wüstenqueen oszilliert ihr globaler Hit „Fata Morgana“ mit
neuer Pracht in der Sahara-Sonne. Die Tanger Sessions sind der Soundtrack
eines Humanismus, der mit feinen Antennen die Stimmung der arabischen
Welt aufgefangen hat. Musikalisch wird in erdigen bis zornigen Outfits
das rockig-animalische Erbe der 70er Jahre spürbar, textlich steuert
man Versöhnung und friedliche Koexistenz der Rassen und Kulturen
an, fernab von der Schönfärberei der „einen Welt“. Hierfür steht
auf dem Albumcover auch die Vereinigung von deutscher und marokkanischer
Flagge mit ihrem zentralen Pentagramm – Sinnbild für den Bann des
Bösen. Einen kühnen Bogen schlagend werden die Dissidenten erneut
Avantgardisten für eine "Welt"musik, die sich der Bürde
der Globalisierung entgegenstellt.
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Sounds:
Neue EXIL Sounds u.a. von Dissidenten
& Jil Jilala, Brazilian Café, Midival Punditz, Novalima, Lal Meri,
Italia, India, African Reggae |
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